Beobachtung
Wir gehen davon aus, dass Kinder, gleich welchen Alters und Entwicklungsstandes, ein sehr hohes Selbstbildungspotenzial mitbringen. Daher liegt eine wichtige Aufgabe der pädagogischen Fachkräfte im Beobachten und Begleiten der Kinder im Alltag. Auch in der Bildungsvereinbarung wird die Beobachtung und Dokumentation als Grundlage allen pädagogischen Handelns gesehen. Um feststellen zu können, welche Themen das einzelne Kind gerade beschäftigen, ist es nötig, genau hin zu hören und zu schauen.
Die pädagogischen Fachkräfte analysieren ihre Beobachtungen und entwickeln daraus Angebote für die Kinder. Hierbei sind sie aufgefordert, ihre Beobachtungen auch auf ihre eigene Wahrnehmung und Befindlichkeit hin zu überprüfen und sich auch mit den subjektiven Bestandteilen der Beobachtung und Analyse auseinander zu setzen.
Bei der Beobachtung wird auf folgendes geachtet:
► Ist das Kind glücklich?
► Wie entwickelt sich das Kind?
► Wie können wir das Kind angemessen begleiten?
► Wo braucht das Kind Unterstützung?
► Welche Impulse sollen wir geben?
► Welche Fragen an die Eltern ergeben sich aus den Beobachtungen?
► Brauchen wir zur Unterstützung die Auseinandersetzung mit externen Fachkräften?
Mit diesen Fragestellungen begibt sich die Fachkraft in eine Entwicklung begleitende Rolle und versucht herauszufinden, was und wie das Kind etwas lernen will. Dies ist nicht Aufgabe einer Fachkraft allein, vielmehr ist es wichtig, dass ein Austausch im Team stattfindet, um durch andere Beobachtungen das Kind in seinen vielen Facetten wahrnehmen zu können.
Die Haltung des pädagogischen Fachpersonals ist geprägt von Wertschätzung und der Anerkennung, dass ein Kind ein eigenständiges Individuum ist, dessen Besonderheiten und auch Eigenheiten akzeptiert und respektiert werden müssen.