Einsatz für unsere Kinder - wir sind eine Elterninitiative!
"Initiativ werden" heißt sich einbringen - aus eigenem Antrieb handeln, Anstoß geben, den ersten Schritt tun, Entscheidungen fällen bzw. Unternehmungsgeist an den Tag legen. Wir sind eine Elterninitiative, benötigen daher immer wieder tatkräftige Unterstützung aus den Reihen der Eltern. Bei Aufnahme in den Verein verpflichten sich alle Eltern zur Mitarbeit. Ohne dieses Engagement ist der Betrieb der Einrichtung nicht aufrecht zu erhalten.
Die Elternmitarbeit umfasst dabei verschiedene Formen:
► Vorstandsarbeit: Es müssen 5 Vorstandsposten besetzt werden. Welche Aufgaben die Vorstandsmitglieder haben, kann der Satzung der Kita entnommen werden.
► Elternämter: Es gibt feststehende Elternämter, die in Verantwortung einzelner oder mehrerer Familien liegen:
→ Einkaufsamt: 1 Familie
→ Einkaufsamt Großmarkt/Baumarkt: 1 Familie
→ Fegen des Außengeländes: 3 Familien
► Arbeitseinsätze: Arbeitseinsätze finden dann statt, wenn für besondere Aktionen oder für die Instandhaltung des Hauses bzw. des Außengeländes mehrere Helfer benötigt werden. Die Arbeitseinsätze werden vorher per Aushang angekündigt, und die Eltern können sich in die entsprechenden Listen eintragen.
Beispiele:
→ Flohmarkt (2 x jährlich): organisatorische Vor- und Nachbereitung, Kuchenspenden, Aufbau, Verkauf, Kaffee- und Kuchendienst, Abbau
→ Laubaktionen: gemeinsames Fegen des Außengeländes und Entsorgen des Gartenmülls
→ verschiedene Garteneinsätze: z.B. Pflege der Beete/Neubepflanzung
► Raumpatenschaften:
Jede Familie ist (mit ein bis vier weiteren Familien) für den Zustand eines Raumes in der Kita verantwortlich. Das bedeutet nicht, dass dieser ständig geputzt werden muss. Wir haben eine Reinigungskraft, die für die tägliche Reinigung der Kita verantwortlich ist. Aber gelegentlich müssen die Räume bzw. die Möbel/Spielzeuge in den Räumen grundgereinigt werden. Da die Eltern, die nur während der Bring- und Abholzeiten in der Kita sind, oft keinen Blick dafür haben, wo wirklich geputzt werden muss, wird von den Erzieher(inne)n pro Raum eine Aufgabenliste gepflegt, auf der notiert wird, welche Bereiche wie oft gereinigt werden sollten. Die Eltern können auf diesen Listen eintragen, wann sie diese Arbeiten erledigt haben.
► Arbeitsgruppen: Darüber hinaus werden nach Bedarf und Thema feste Arbeitsgruppen gebildet, in denen sich Eltern einbringen können, z.B. bei der Planung, Renovierung bzw. Neugestaltung von Räumlichkeiten oder Außenbereichen. Auch hierfür gibt es Aushänge oder die Eltern werden persönlich angesprochen.
► Elterndienste: Für Ausflüge reicht oft die Begleitung der Kinder durch das vorhandene Personal nicht aus, manchmal kommt es auch während der normalen Betreuung zu kurzfristigen personellen Engpässen, z.B. durch Krankheit einer Erzieherin. In diesen Fällen können auch Eltern als "Ersatzerzieher/innen" einspringen (vorausgesetzt, deren Kind kommt mit der Situation zurecht).
► Sonstiges: Je nach Bedarf werden darüber hinaus gelegentlich Eltern persönlich oder per Aushang angesprochen, wenn es darum geht, kleinere Aufgaben zu erledigen, z.B. bei Ausfall der Putzkraft kleinere Putzdienste oder Küchenhilfe zu leisten, ein Regal anzubringen etc.
Die Eltern können sich über die Aushänge an den Infowänden (an der Eingangstür, im Flurbereich rechts und links und vor den Gruppenräumen) über anstehende Aktionen und Arbeitseinsätze informieren und sich hier gegebenenfalls in Listen eintragen.
Warum so viel Arbeit?
Manch einer mag angesichts der Flut der Aufgaben, die den Eltern zufallen, verständnislos reagieren und denken, dass wir Eltern doch für die Betreuung der Kinder zahlen. Das ist zwar richtig, allerdings werden durch den Vereinsbeitrag gerade mal die Betriebskosten der Kita gedeckt, und der einkommensabhängige Elternbeitrag, der an die Stadt geht, deckt nur zu einem Bruchteil, was die Stadt wiederum an Geldern in die Kinderbetreuung investiert, was also an die Kita zurückfließt.
Dabei bleibt kein Geld für Sonderausgaben übrig, die Kita muss vorsichtig haushalten und kann nicht für alles, was an Pflege- und Instandhaltungsaufgaben anfällt, extern jemanden engagieren. Daher ist es wichtig, dass wir Eltern mithelfen. Wir sollten uns dabei immer vor Augen halten, dass wir es weder für die Institution Kita noch für die Erzieher/innen und noch weniger für die Stadt, sondern ausschließlich für unsere Kinder tun. Fehlendes Engagement fällt einzig und allein auf die Kinder zurück.
Selbst wenn Eltern gute Gründe haben, sich zeitweise nicht zu beteiligen, so kann dies doch keine dauerhafte Entschuldigung sein. Denn wer sich für eine Elterninitiative entscheidet, der darf nicht nur die Vorteile für sein Kind beanspruchen, sondern muss sich auch engagieren.
In unserer Elterninitiative fallen den Eltern vergleichsweise wenige Aufgaben zu. Wir haben eine externe Finanzbuchhalterin beauftragt, die sich um alles Finanzielle kümmert, wir haben eine Reinigungskraft, das Mittagessen für die Kinder wird angeliefert, und unsere weitgehend freigestellte Kita-Leitung erledigt die meisten organisatorischen Dinge selbst. So viel Arbeit bleibt also gar nicht übrig...
Elternmitarbeit macht Spaß - und ist auch möglich neben dem Job
Jeder kann sich irgendwie einbringen. Wir versuchen, größere Arbeitseinsätze immer so zu legen, dass die Kinder parallel noch betreut werden können. Arbeitsgruppen können sich so verabreden, wie es ihnen am besten passt. Und wenn es nicht ohne Kinder geht, passt einfach immer ein Elternteil reihum auf die Kleinen auf.
Und immer gilt: Je mehr Eltern mithelfen, desto schneller ist die Arbeit erledigt! Arbeitseinsätze machen dann auch richtig Spaß - und fördern das Gemeinschaftsgefühl. Meist ist es auch für die Kleinen ein tolles Gefühl zu erleben, dass die Eltern in ihrer Kita etwas mitgestaltet haben. So kommt eine freundschaftliche und familiäre Atmosphäre auf.
Wieviel Arbeit ist Pflicht?
Die Teilnahme jeder Familie an nur zwei Arbeitseinsätzen bzw. Arbeitsgruppen pro Kita-Jahr ist zwar für die Instandhaltung der Kita und die Aufrechterhaltung des Kita-Betriebes nicht ausreichend, aber von uns angesetztes absolutes Minimum. Eltern, die sich dennoch nicht beteiligen, müssen pro Arbeitseinsatz 50 € Ersatzzahlung leisten, im Kita-Jahr also maximal 100 €. Trotz dieser Ersatzzahlung können Eltern, die durch ihr Verhalten deutlich machen, dass sie die Grundsätze und die Satzung der Kita nicht anerkennen und das Konzept der Elterninitiative nicht mittragen, durch Beschluss der Mitgliederversammlung ausgeschlossen werden.